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300-Jahrfeier der Reuther St. Katharina-Kirche

Höhepunkt der 300-Jahr-Feier der Reuther St. Katharina-Kirche war der von Weihbischof Reinhard Pappenberger, Pater James (links) und Monsignore Martin Neumaier (rechts) konzelebrierte Festgottesdienst. Bild: angFestgottesdienst mit Weihbischof Reinhard Pappenberger - Schönster Akanthusaltar im Bistum
Reuth bei Erbendorf. (ang) Einen ganz besonderen Tag feierte die Pfarrei am Sonntag mit vielen Gläubigen und Ehrengästen. Der Festgottesdienst anläßlich der 300-Jahrfeier der St. Katharina-Kirche wurde auch live auf Großleinwand in den dicht besetzten Aussenbereich des fein herausgeputzten Gotteshauses übertragen. Weihbischof Reinhard Pappenberger, der bereits 2005 die neue Orgel in Reuth einweihte, zelebrierte den vom Kirchenchor und Organist Christoph Pöllmann feierlich umrahmten Gottesdienst, assistiert vom Ortsgeistlichen Pater James und Ruhestandspfarrer Monsignore Martin Neumaier. Bereits zuvor führte die Jugendblaskapelle Reuth den Kirchenzug an, am Gotteshaus wurde der Weihbischof von den Kindergartenkindern singend und mit gelb-weißen Fähnchen winkend fröhlich begrüßt.

In seiner wunderbaren Festrede bezeichnete Pappenberger die St. Katharina-Kirche als "wahres Schmuckkästchen", was hier in Reuth vor 300 Jahren entstanden ist, gehört nicht umsonst zu den schönsten Kunstschätzen der Oberpfalz. Gemeint war in erster Linie der von Christoph Windisch, einem einfachen, handwerklich geschickten Dorfschulmeister aus Erbendorf, in Monstranzform geschnitzte Akanthusaltar, nebst Seitenaltären, Kanzel- und Orgelverzierungen. In diesem Kunstwerk sind soviele Aussagen des Künstlers enthalten, was für den Betrachter ein genaueres hinschauen lohnt, meinte der Weihbischof.

Die medditerrane Akanthuspflanze ist ein Distelgewächs mit Dornen, ihre Ranken dienten dem Schnitzer als Grundlage. Das Menschenleben sei Weihbischof Pappenberger: Der Akanthusaltar in der Reuther Kirche ist der schönste im ganzen Bistum Regensburg. Bild: ang   dornenbeladen, aber wie beim Akanthus der Weg über die Dornen zur herrlichen Blüte führt, so leitet des Menschen Weg über den "Dornengekrönten" zur Erfüllung, interpretierte der Bistumsvertreter Windischs Gedanken. Mit der Dornenkrönung begab sich Gott auf Menschenebene und zeigte damit seine Demut. Der in Gold strahlende Reuther Akanthusaltar sei mit Abstand der schönste im gesamten Bistum, meinte der gebürtige Grafenwöhrer, das Bildnis der heiligen Katharina von Alexandrien, der Patronin des Gotteshauses, passe besonders gut in das Kunstwerk. Die heilige Katharina galt als klügste Frau, die sich mit "Herz und Hirn" mit den klügsten Köpfen und Gegnern auseinanderzusetzten und sie niemand von Christus wegzureißen vermochte. "Katharinas Weg mit Gott ist der einzige Weg um Ehrlichkeit zu schaffen", bekräftigte der Weihbischof abschließend mit einem kräftigen Dank an alle, die zur Pflege und Erhaltung dieses Kleinods einen Beitrag leisten.

Nach dem Festgottesdienst spielte die Jugendblaskapelle die große Kirchengemeinde zum benachbarten Schlosshof, wo sich die Gäste bei Grußworten und schmissiger Blasmusik Weißwürste und Weißbier zum Frühschoppen schmecken ließen. Am Nachmittag schloss sich im wunderschönen Innenhof des Schlosses der Familie Podewils und in der Kirche weitere kulinarische und informative Programmteile an (weitere Berichte folgen).