Der Fichtelnaabradweg wächst

Die Steinwald-Allianz lässt den Fichtelnaabradweg wachsen und investiert fünf Millionen Euro. Der Vorsitzende der Allianz, Bürgermeister Hans Donko, konnte Zuschüsse von 87,5 Prozent erreichen. Noch heuer sollen die Radwege Neusorg nach Mehlmeisel und Reuth bei Erbendorf nach Wiesau fertiggestellt werden.

Auf zwölf Kilometer ist der Fichtelnaabradweg zwischen Riglasreuth und Erbendorf bereits befahrbar. Jetzt erweitert ihn die Steinwald-Allianz auf 33 Kilometer. So wird er von Riglasreuth nach Mehlmeisel sowie von Reuth bei Erbendorf nach Wiesau verlängert.

Die Architekten des Ingenieurbüros Fröhlich, Hans-Jürgen Schmidt und Harald Götz, stellten die Planungen vor. So verläuft der Radweg beim Anschluss Riglasreuth östlich der Staatsstraße 2181 Richtung Neusorg und mündet dann in die Trasse der ehemaligen Bahnstrecke Neusorg-Mehlmeisel. Ein flussnaher Verlauf an der Fichtelnaab konnte aus naturschutzrechtlicher Sicht nicht umgesetzt werden. Bis auf wenige Ausnahmen erfolgt der sieben Kilometer lange Streckenverlauf des Fichtelnaabradwegs auf der alten Bahntrasse. Lediglich in Ebnath führt er durch Hölzlashof, durchquert die Ortsmitte, um bei der Gregnitzbrücke wieder auf die Bahntrasse Richtung Brand zu kommen.

Um die Sicherheit der Radfahrer und Wanderer bei der Ortsausfahrt Ebnath zu gewährleisten, wird eine Unter- oder Überführung der Staatsstraße in Betracht gezogen. Der Radweg führt weiter in Brand zwischen den Betrieben Schiettinger und Goetz der Fichtelnaab.

Problemreicher stellt sich die Verlängerung Reuth-Wiesau dar. Bereits die Anbindung an den Kurweg beim Bahnhof Reuth bereite Kopfzerbrechen. Wegen der als gefährlich eingestuften Bahnunterführung müsse der Radweg entweder über die Brücke der B 299 mit einer Weiterführung entlang der Tennisplätze am Grenzbach geführt werden, oder aber der Weiterbau des Weges westlich der Bahnstrecke bis zur Brücke bei Erlhammer erfolgen. Es werde noch geprüft, ob wegen des geringen Verkehrsaufkommens trotz Bedenken auf die Bahnunterführung zurückgegriffen werden kann, was die Führung des Radweges am Grenzbach über die "Ortsrichterstube" in Richtung Erlhammer möglich machen würde. Für den weiteren Weg zwischen Mittelmühle und Friedenfels steht die Trasse der ehemaligen Industriebahn, einer Schmalspurbahn, zur Verfügung. Dort bestehe jedoch zwischen Mittelmühle und Zainhammer ein FFH-Naturschutzgebiet. Eine Asphaltierung der Strecke sei in diesem Bereich voraussichtlich nicht möglich. Alternativ wird die Einbeziehung der vorhanden Zufahrt zum Zainhammer und einer nachfolgenden Brücke bei der Gastwirtschaft näher ins Auge gefasst.

Beim Sägewerk in Friedenfels schwenkt der Radweg in die Ortsstraße. Weiter führt er über Unterneumühle zur Haferdeckmühle, wo der Hainbach durchquert werden muss. Hier besteht die Untere Naturschutzbehörde auf einem nichtasphaltierten Ausbau. Auf Flur- und Forstwegen führt der Radweg von Muckenthal weiter an den Fischteichen in Kornthann bis zum Radweg an der Umgehungsstraße von Wiesau, der dann die Anbindung an den Radweg Tirschenreuth-Bärnau ermöglicht.

Zum Abschluss der Tagung bat Bürgermeister Donko die betroffenen Grundstückseigentümer, Flächen bereitwillig abzutreten.